International

Ich bin deutscher Rechtsanwalt und berate im deutschen Recht. Viele Sachverhalte, die auf meinen  Tisch gelangen, spielen daher im Inland. Nichtsdestotrotz bietet die tägliche Arbeit zahlreiche internationale Anknüpfungspunkte.

Deutsche Gesellschaften haben oft im Ausland ansässige Gesellschafter. Sie haben Tochtergesellschaften im Ausland oder sind selbst ausländische Tochtergesellschaft eines internationalen Konzern. Hier einige Beispiele meiner internationalen Tätigkeit aus letzter Zeit:

  • Meine Mandantion wollte im Rahmen eines Bieterprozesses für rd. 500 Mio. Euro einen international aufgestellten Automobilzulieferer erwerben. Wir durften mit Partnerkanzleien die Due Diligence in Deutschland, UK, Brasilien, China, Russland und den USA durchführen;
  • Für zwei Mandanten aus dem Iran habe ich in zahlreichen Schiedsverfahren offene Forderungen aus dem Ölindustrie-Zulieferergeschäft eingeklagt; die Verträge unterlagen deutschem Recht, die Schiedsverfahren unterlagen den Swiss Rules der Swiss Chambers’ Arbitration Institution einerseits und den ICC Rules der International Chamber of Commerce andererseits;
  • für einen bekannten deutschen Hersteller von Naturkosmetika habe ich den österreichischen Handelsvertreter-Vertrieb umstrukturiert und den englischen Handelsvertreter erfolgreich auf Zahlung im Urkundsprozess verklagt.

Auch wissenschaftlich habe ich mich wiederholt mit Fragen des Internationalen Gesellschaftsrecht befasst. Einige Beispiele:

  • Vortrag und Aufsatz “SUP – Perspektiven für die Praxis”, gehalten am 10. Oktober 2014 beim 1. Bonner Gesellschaftsrechtstag der Juristischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie veröffentlicht in: Marcus Lutter/Jens Koch, Societas Unius Personae (SUP), ZGR-Schriftenreihe Band 1, 2015, S. 89 bis 110;
  • Vortrag und Aufsatz “Sitzverlegungen von Gesellschaften in Europa: rechtliche und praktische Probleme”, gehalten im Rahmen der Vortragsreihe „Rechtsfragen der Europäischen Integration“ am 9. Januar 2012 im Zentrum für Europäisches Wirtschaftsrecht der Universität Bonn und veröffentlicht in Heft Nr. 198 der Schriftenreihe des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht der Universität Bonn, 2012 – hier abrufbar;
  • Aufsatz “Von den Scheinauslandsgesellschaften hin zu ‘Gesellschaften mit Migrationshintergrund’“, erschienen in der Zeitschrift für Rechtspolitik (ZRP 2008), S. 73 bis 77.

Derzeit arbeite ich an einer Kommentierung der 12. Gesellschaftsrechtlichen EU-Richtlinie (Richtlinie 2009/102/EG betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung mit einem einzigen Gesellschafter), die in 2017 in dem von Herrn Professor Dr. Peter Kindler (LMU München) herausgegebenen Kommentar zum Corporate Law als Bestandteil des englischsprachigen Kommentars von Lehmann/Schulze/Herrn Simonis, Commentary on International and European Business Law – IEBL erscheinen soll.

Auf dem 29. Deutschen Notartag, der vom 29. Juni bis 2. Juli 2016 in Berlin stattfinden wird, werde ich im Rahmen des Forum: Europäisierung des Rechts an der Podiumsdiskussion “Unternehmen im Binnenmarkt – Transparenz und Nachhaltigkeit” teilnehmen.

Flick Gocke Schaumburg ist das deutsche Mitglied von Taxand, dem größten Zusammenschluss unabhängiger Steuerberatungsgesellschaften weltweit; siehe hier. Obschon vorrangig ein Netzwerk hochkarätiger steuerberatender Kanzleien, verfügt Flick Gocke Schaumburg hiermit über Ansprechpartner in aller Welt, die entweder selbst auch im Gesellschaftsrecht/M&A beraten oder aber über entsprechende Kontakte verfügen. Hierauf konnte ich in der Vergangenheit wiederholt auch bei “exotisch anmutenden Aufgabenstellungen” zurückgreifen.

Foto: Blick von Soho auf den Freedom Tower, New York, 2015. Aufnahme: DL.

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